Krippe

Die Zeit von der Zeugung bis zum 6./8. Lebensjahr ist eine sehr sensible – hat sie doch Einfluss auf das Denken, Fühlen und Handeln des späteren Erwachsenen bis zum Lebensende! Damit das Kind einen „reichhaltigen“ Lebensstil bildet, ist es uns wichtig, jedem Kind – so jung es auch ist – möglichst verschiedene Lösungsmöglichkeiten für eine Situation erfahrbar zu machen. Damit es somit später in der Lage ist, mit reichhaltigem Verhaltensrepertoire auf unterschiedlichste Situationen zu reagieren.

In der Kinderkrippe werden pro Tag maximal 15 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Ende des 3. Lebensjahres aufgenommen. Die Eltern wählen aus den unterschiedlichen Buchungszeiten, sofern Platz frei ist. Die Mindestwochenstundenzahl von 20 Stunden muss nach der Eingewöhnungszeit (max. 3 Monate) eingehalten werden.

Nach Abschluss der individuellen Eingewöhnungsphase (mehr im Konzept), widmen sich die Krippenkinder entsprechend ihrem Alter und ihren Interessen unterschiedlichen Beschäftigungen  – entweder im geschützten Krippenzimmer oder in den thematischen Räumen – gerne beobachten sie eine Zeit lang die älteren Kinder. Dann kommt die Zeit, in der sie selber bauen, Steckspiele machen, malen, gleitende Brotzeit machen, die Schere ausprobieren, an der Werkstatt staunen und etwas später werken.

Jederzeit können sie, entsprechend ihrem individuellen Bedürfnis, zurück in den geschützen, ruhigeren Krippenraum.

Der Tag in der Kinderkrippe…

…besteht aus dem regelmäßigen Ablauf von Freispielzeit, Brotzeit, Versammlung und pflegerischen Tätigkeiten, den Angeboten und der Freispielzeit im Garten, dem Mittagessen, und der Schlafenszeit (nach individuellem Bedürfnis). Je nach Belegung und Bedürfnis der Kinder werden die Krippen- und Kindergartenkinder am Nachmittag gemeinsam betreut oder jede Altersgruppe in ihren jeweiligen Räumen.

Das Bedürfnis nach Selbständigkeit der Krippenkinder wird vom ersten Tag an im Sinne von Emmi Pikler bemerkt und dafür Zeit gegeben: Selbständig die Schuhe und mehr ausziehen, um bereit zu sein für das Wickeln, die noch so geringe Armbewegung des ganz jungen Kindes als Beitrag zum sich-die-Jacke-anziehen interpretieren, die Treppe zum Wickeltisch hinauf- und hinunter steigen, die große Treppe in den 1. Stock alsbald alleine krabbelnd oder gehend am niedrigen Treppengeländer festhaltend laufen, und vieles mehr.

Die Krippenkinder werden zu den „Angeboten“ (= gezielte Beschäftigung), die – je nach Verfassung der Gruppe nahezu täglich stattfinden – nach Alter in Kleingruppen getrennt: Je nach Fähigkeit findet hier eine gezielte Förderung bis hin zur Einzelförderung statt.

Folgende Kompetenzstärkung und –entwicklung steht dabei im Vordergrund:

  • Kinder stärken – Bindung und Beziehung als Voraussetzung für Bildung.
  • Kinder in ihren emotionalen und sozialen Kompetenzen stärken.
  • Kinder in ihrem positiven Selbstkonzept stärken.

Die Stärkung dieser Kompetenzen findet laufend im Krippenalltag statt:

Während der Eingewöhnungsphase – in der Fachkraft-Kind-Beziehung (emotionale Zuwendung, Sicherheit, Stressreduktion, Explorations-unterstützung, Assistenz) – während des gesamten Tagesablaufes – in der Interaktion der Kinder – Buch des Kindes – Fotos der Kinder im Gruppenraum – mit den Kunstwerken der Kinder wertschätzend umgehen.

 

 

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