staatlich anerkannte Krippe und Kindergarten

Telos-Waldkindergarten

Der Telos-Waldkindergarten ist im Enstehen.

Der Beginn ist für 1. September 2021 geplant. Die Gemeinde Utting hat ein sehr schönes, lichtes geeignetes Waldstück gefunden – alle organisatorischen Dinge sind in die Wege geleitet, der wunderbare Wald-Wagen steht schon bereit. Die Öffnungszeit ist von 8.00, bzw. 9.00 bis 13.00, bzw. 14.00 (Kernzeit von 9.00 bis 13.00 Uhr ). Wir sind dabei, das pädagogische Konzept zu erstellen… dieses fußt auf der Telos-Entfaltungs-Haltung. Das Konzept folgt in Kürze.

Wir nehmen 18 Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt auf.

Personal: Eine Erzieherin und ein Kinderpfleger sind schon gefunden… ein*e zweite Erzieher*in finden wir noch: Wir suchen ein*e pädagogische Mitarbeiter*innen für diese Waldgruppe: Erzieher*innen mit 22 oder 28 Wochenstunden! Bezahlung in Anlehnung an TVöD.

Infos geben wir gerne: Veronika Seiler, 08806/957 669 oder info@telos-kinderhaus.de

Monatliche Beiträge der Eltern: Die Mindestbuchungszeit beträgt 21 Wochenstunden. Sie können wählen, an welchen Tagen Ihr Kind um 8.00 oder um 9.00 beginnt, bzw. um 13.00 oder um 14.00 Uhr abgeholt wird. Buchungsstunden der Woche zusammenzählen, geteilt durch 5 (Werktage) ergibt die Buchungszeit-Kategorie: 3 – 4 Stunden: € 115,-/Monat, 4 – 5 Stunden: € 136,-/Monat. Geschwister-Ermäßigung minus € 20,– Dazu addiert sich das Spielgeld und Tee-/Obstgeld in Gesamthöhe von € 4,-/Monat. In diesem Betrag enthalten sind alle staatlichen Zuschüsse (auch der monatliche Zuschuss in Höhe von € 100,- für Kinder ab 3 Jahren).

Erste Auszüge aus dem Konzept:

Pädagogisches

Natur

Kinder haben das natürliche Bestreben, Natur lieb zu haben. Kinder umarmen von sich aus Apfelbäume und titulieren sie als ihren Freund. Kinder sind neugierig auf Käfer, Vögel und Würmer. Kinder zerreißen Blätter und brechen Stöcke und wollen sie bis ins Innerste erkennen. Kinder gehen hinaus bei jedem Wetter: Regen, Schnee oder Sturm können sie davon nicht abhalten. Kinder wollen Feuer machen, draußen übernachten, Hütten aus Stöcken bauen.

Die Natur gibt ihnen Zeit und Raum dafür. Die Natur lädt sie dazu von Herzen ein. Die Natur blüht auf, wenn Kinder die Natur lieb haben.

Die Aufgabe von uns Erwachsenen ist es, den Kindern dieses natürliche Bedürfnis zu ermöglichen: Den Ort in der Natur, die Zeit zum draußen sein, die innere Haltung, dass außer diesen beiden nichts nötig ist.

Telos®-Entfaltungs-Haltung

Im Telos®-Waldkindergarten leben wir nach dem Prinzip der Telos®-Ermutigungspädagogik, basierend auf der Telos®-Entfaltungs-Haltung. Grundlage ist die Individualpsychologie Alfred Adlers. Diese wurde im Laufe des Bestehens des Telos®-Kinderhauses in Utting stetig weiter entwickelt und zuletzt ergänzt durch die Methode innerwise® des Arztes Uwe Albrecht.

Das Motto unseres Trägers ist: „Vertrauen in die Entfaltungsmöglichkeiten des Lebens“. Wie ein Baum-Sprössling lockere Erde, Wasser, Nährstoffe und Sonne braucht – und viel Platz! – so braucht ein Kind neben guten äußeren Bedingungen (eine Wohnung mit Essen und Trinken, freundliche Menschen), Liebe (das Wissen, so wie du bist, bist du uns willkommen!)  – und Raum und Zeit.

Das geben wir den Kindern im Telos®-Waldkindergarten ausreichend. Unser Motto: Vertrauen in die Entfaltung des Lebens.

Freiheit

Die Kinder erleben im Wald größtmögliche Freiheit. Freiheit zur Entfaltung: Ihrer Sinne, ihrer Kompetenzen (bauen, konstruieren, eigene Lösungen finden), ihrer Neugierde, ihrer schöpferischen Kraft. Indem sie leben (spielen, bauen, den Wald-Alltag vorbereiten und gestalten) entwickeln sie automatisch ihre Feinmotorik, Grobmotorik, ihre Sprache, ihr Verständnis für Mengen und Größenverhältnisse und Entfernungen. Sie erleben ihre körperlichen Kräfte und spüren, wann diese nachlassen. Sie trainieren automatisch ihre Ausdauer. Sie erleben die „Widerständigkeit der Natur“ (Gerald Hüther) und sind bestrebt, Lösungen zu finden (den unangenehmen Wind kann man nicht abschalten…).

Kinder brauchen Raum und Zeit, um sich gemäß ihrem innersten unbewussten Plan entwickeln zu dürfen.

Freie Entfaltung im Freispiel

Die meiste Zeit im Waldtag ist „Freispielzeit“. Die Kinder beschäftigen sich mit Dingen ihrer Wahl.

Dabei gibt es kleine Unterschiede in der

Gruppenbildung:

– Jedes Kind macht das, was es gerne will – hierbei bilden sich spontane Kleingruppen.

– Die Gesamt-Gruppe beschließt eine gemeinsame Aktion, der sich alle widmen.

– Die Gesamt-Gruppe beschließt eine gemeinsame Aktion, die alle nach und nach, also hintereinander, tun.

Dabei gibt es kleine Unterschiede des

Ortes:

– Die Freispielzeit findet am/im Bauwagen statt.

– Die Freispielzeit findet an einer anderen Stelle statt, zu der die Gesamtgruppe läuft.

– Die Freispielzeit findet an einer anderen Stelle statt, zu der eine Kleingruppe mit Erwachsenenbegleitung läuft.

Dabei gibt es kleine Unterschiede der

Leitung:

– Die Kinder beschäftigen sich ausschließlich mit Dingen ihrer Wahl.

– Die Erwachsenen bringen bestimmte Tätigkeiten ein (z.B. notwendige Alltags-Dinge, wie den Waldplatz säubern, Brennholz auf schlichten) die erledigt werden müssen – oder bestimmte länger andauernde Aktionen (Schnitzprojekte u.ä.)

– Einzelne Kinder übernehmen die (bei Bedarf von Erwachsenen begleitete) Leitung von Kleingruppen.

Alle drei Kategorien werden immer wieder gemischt.

Entfaltung für Kinder – was Kinder lernen

Kinder lernen am liebsten das, worauf sie gerade neugierig sind, das, was sie interessiert. Natur bietet für Kinder unzählige Möglichkeiten, neugierig zu sein, weil sie nicht starr ist, sondern sich in stetiger Entwicklung, Entfaltung… und Zusammenziehung befindet. Eine Blume, die am einen Tag studiert wird, sieht am nächsten Tag schon anders aus. Bei anderen Dingen bedarf es eines längeren Beobachtungs-Atems (sich zersetzendes Holz). Der Begriff „Zeit“ und „Veränderung“ macht Lust auf mehr.

Natur bietet die Möglichkeit,

  • Mengen und Entfernungen ganz „natürlich“ zu erleben – und ist damit eine Vorübung für das spätere Zählen und Rechnen
  • Mit feinmotorischem Geschick Naturmaterial ins Spiel einzuarbeiten – und ist damit die Vorübung für das spätere Schreiben.
  • Sich über Ideen, Fantasien und Pläne auszutauschen – und bietet damit die Möglichkeit, die eigene Sprache zu entfalten.
  • Gemeinsam den Tag zu gestalten, eigene Ideen in die Gruppe einzubringen und sachlich und standhaft zu verteidigen – und bietet damit die Möglichkeit, das soziale Miteinander auszuprobieren und zu stärken.
  • Werden, Sein, Leben, Vergehen und Sterben zu beobachten – und bietet damit die Möglichkeit, ethische und religiöse Themen gemeinsam und hautnah zu erleben.

Diese und viele weitere Beispiele zeigen auf, dass die Kinder im Waldkindergarten sämtliche Bereiche des Bayerischen Bildungsplanes ganz natürlich erleben und entfalten.

Strukturelles

Tagesablauf

Kinder, die in der Stunde ab 8.00 kommen, werden von den Eltern direkt zum Bauwagen gebracht. Hier können sie in Ruhe ankommen, gegebenenfalls im oder am Bauwagen frühstücken, Bilderbücher anschauen, malen, auf dem Gelände spielen, toben und werkeln.

Um 9.00 kommen weitere Kinder dazu. Diese werden von einer Pädagog*in (evtl. mit Unterstützung von ein paar 8.00 Uhr-Kindern) direkt am Parkplatz abgeholt. Für sogenannte „Tür- und Angelgespräche, bzw. Baumstamm-Gespräche“ ist hier kaum Zeit – nur das Allernötigste kann mitgeteilt werden.

Die Kinder laufen nun den kurzen Fußweg gemeinsam zum Bauwagen.

In der „Telos-Wald-Blume“ sitzen alle Kinder und Erwachsenen nun zusammen, begrüßen sich und die Wesen des Waldes und planen den Tag. Dabei besteht die Möglichkeit, sich den ganzen Tag lang im und am Bauwagen aufzuhalten, oder einen Spaziergang in die Gegend zu unternehmen.

Mögliche Projekte:

Freies Spiel den ganzen Tag lang, den Bauwagen fegen, das Gelände von Totholz befreien, schnitzen, nähen, Wolle spinnen und filzen, Naturfarbe herstellen, Tipis bauen, eine Bank bauen, Suppe oder Tee kochen, Salat im Topf säen und vieles mehr.

Oder: Neue Gegenden erforschen, am Bach spielen, auf Bäume klettern, Kastanien sammeln und vieles mehr.

Oder: Gezielt schon bekanntes Gelände aufsuchen und dort den Tag verbringen.

Die Zeit zwischen ca. 9.30 Uhr und 13.00 dient dem Freispiel, teilweise geführt anhand der gemeinsam geplanten Projekte (die auch täglich wechseln können) oder anhand der von Kindern oder Erwachsenen eingebrachten Impulse, und immer begleitet (= sichernd beobachtet) von den Erwachsenen. Innerhalb dieser Zeit findet auch eine (gemeinsame? Die Gruppe wird dies entscheiden!) Brotzeit statt.

Um 13.00 Uhr ist Abholzeit am Parkplatz – die 13.00 Uhr Kinder werden von einer Pädagog*in dorthin begleitet.

Die 14.00 Kinder verbringen die letzte Stunde des Waldtages am oder im Bauwagen. Hier können sie ihre selbst mitgebrachte Mahlzeit verzehren, ruhen, stillen Beschäftigungen nachgehen, den Waldtag ausklingen lassen.

Um 14.00 werden sie direkt am Bauwagen von den Eltern abgeholt.

Wir verwenden Cookies um unseren Besuchern eine optimale Erfahrung bieten zu können.
Weitere Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. OK, bitte nicht mehr anzeigen.