staatlich anerkannte Krippe und Kindergarten

Telos®-Waldkindergarten, genannt Telos®-Dachsbau

Der Telos®-Waldkindergarten entfaltet sich!

Der Beginn ist am 7. September 2021 . Die Gemeinde Utting hat ein sehr schönes, lichtes geeignetes Waldstück gefunden – alle organisatorischen Dinge sind in die Wege geleitet, der wunderbare Wald-Wagen steht bereit. Die Öffnungszeit ist von 8.00, bzw. 9.00 bis 13.00, bzw. 14.00.

Hier steht das pädagogische Konzept des Telos®-Waldkindergarten zum Download bereit. (leider momentan technische Schwierigkeit – wir sind dabei, das Problem schnellstmöglich zu beheben! – deshalb jetzt unten direkt zu lesen.)

Anmeldung: Wir nehmen 18 Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt auf (gerne auch Kinder aus anderen Gemeinden). Wir freuen uns auf Ihre Mail, wenn Sie Interesse an einem Wald-Kita-Platz für Ihr Kind haben, an info@telos-kinderhaus.de. Es sind noch Plätze frei!

Personal: Unser künftiges pädagogisches Wald-Team besteht momentan aus einer Erzieherinn und einem Kinderpfleger: Eine sehr gelungene Mischung von erfahrenen, positiven, zugewandten und praktischen Menschen! Die Erzieherinnen hat mehrere Jahre in einem Waldkindergarten gearbeitet und wertvolle Aufbauarbeit geleistet. Unser Kinderpfleger hat langjährige Erfahrung in der Kita., die viele Natur-Tage hatten. Wir freuen uns sehr über dieses Team, das auf die Telos-Entfaltungs-Haltung sehr neugierig ist. Wir werden sie gut einarbeiten. Momentan ist die Kinderanzahl noch nicht komplett, insofern ist der Personalschlüssel ausreichend und sehr gut. Sobald mehr Kindern da sind, stocken wir auch das Personal auf!

Wir suchen ein*e Erzieher*in!

Konzept, Stand 05/2021:

Vorwort

Das Menschenbild, das der Telos®-Entfaltungs-Haltung zugrunde liegt, schließt die tiefe Verbundenheit zur Natur und Umwelt mit ein. Insofern ist ein Waldkindergarten unter Telos-Trägerschaft die ganz selbstverständliche Fortentwicklung des Telos®-Kinderhauses, das 1997 von Veronika Seiler gegründet wurde.

Der Telos®-Waldkindergarten öffnet im September 2021 seine Tore.

Organisatorisches

Träger

Träger ist die Telos®-Gesellschaft für Psychotherapie, Beratung und Weiterbildung, Bergmannstraße 7, 97688 Bad Kissingen.

Ort

Der Telos®-Waldkindergarten ist am südlichen Ende von Utting in einem lichten Misch-Wald gelegen (Flurnummer 2085/0, Gemarkung Utting am Ammersee).  Ein geteerter Weg führt zu einem Parkplatz, der in wenigen Minuten zu Fuß zum eigentlichen Waldplatz führt.

Hier steht der Waldkindergarten-Bauwagen mit kleiner Küchenzeile und viel Platz, damit sich 18 Kinder und 3 Erwachsene aufwärmen und darinnen verweilen können. Ein schmaler Streifen Wald  (die Aufenthaltsfläche ist ca. 8000 m²  groß) lädt die Kinder zum forschen, sich bewegen, spielen und genießen ein. Eine Feuerstelle, die ausschließlich nach vorheriger Anmeldung bei den Staatsforsten (bei dem Förster) benützt werden darf, wird eingerichtet. Der Bauwagen ist Rückzugsort und Platz zum Aufwärmen gleichermaßen.

An Tagen, in denen der Aufenthalt im Wald zu gefährlich wäre, findet die Wald-Kindergartengruppe entsprechend dem Schlechtwetter-Konzept statt (siehe dort).

Das Team

Das Team besteht aus zwei Erzieher*innen und einem Kinderpfleger*in.

Es sind immer mindestens zwei Fachkräfte anwesend, zu einem Großteil der Tage sind drei Fachkräfte gleichzeitig anwesend.

Dazu kommen Schulpraktikant*innen aus den Fachoberschulen Weilheim und Landsberg.

Zusammenarbeit

Das Telos®-Waldkindergarten-Team ist dem Telos®-Kinderhaus-Team Utting angeschlossen: Regelmäßiger „Personal-Tausch“ findet statt, um allen neuen Pädagog*innen zu ermöglichen, sich ganz praktisch in die besondere Haltung der Telos®-Entfaltungs-Haltung einzuarbeiten. Ebenso ist es dadurch möglich, sich im Krankheitsfall vertreten zu können.

Einmal in der Woche findet eine zweistündige Teamsitzung im Telos®-Kinderhaus statt: Zunächst alleine für die Wald-Gruppe, im Anschluss gemeinsam mit der Telos®-Haus-Gruppe. Dies dient dem gemeinsamen Erfahrungs-Austausch und der internen Supervision. Dies stärkt die Gemeinschaft des Teams, was sich positiv auf die Kinder und Familien auswirkt.

Weitere Synergie-Effekte sind gewünscht.

Betreuungskapazität

Der Personalschlüssel beträgt mindestens 1:9.

Es sind immer mindestens zwei Fachkräfte anwesend.

Pädagogisches

Natur

Kinder haben das natürliche Bestreben, Natur lieb zu haben. Kinder umarmen von sich aus Apfelbäume und titulieren sie als ihren Freund. Kinder sind neugierig auf Käfer, Vögel und Würmer. Kinder zerreißen Blätter und brechen Stöcke und wollen sie bis ins Innerste erkennen. Kinder gehen hinaus bei jedem Wetter: Regen, Schnee oder Sturm können sie davon nicht abhalten. Kinder wollen Feuer machen, draußen übernachten, Hütten aus Stöcken bauen.

Die Natur gibt ihnen Zeit und Raum dafür. Die Natur lädt sie dazu von Herzen ein. Die Natur blüht auf, wenn Kinder die Natur lieb haben.

Die Aufgabe von uns Erwachsenen ist es, den Kindern dieses natürliche Bedürfnis zu ermöglichen: Den Ort in der Natur, die Zeit zum draußen sein, die innere Haltung, dass außer diesen beiden nichts nötig ist.

Jederzeit sind wir uns bewusst, dass wir im Wald Gäste sind. Wir achten und respektieren die Bedürfnisse der Pflanzen, Tiere und sichtbaren und unsichtbaren Wesen.

Telos®-Entfaltungs-Haltung

Im Telos®-Waldkindergarten leben wir nach dem Prinzip der Telos®-Ermutigungspädagogik, basierend auf der Telos®-Entfaltungs-Haltung. Grundlage ist die Individualpsychologie Alfred Adlers. Diese wurde im Laufe des Bestehens des Telos®-Kinderhauses in Utting stetig weiter entwickelt und zuletzt ergänzt durch die Methode innerwise® des Arztes Uwe Albrecht.

Das Motto unseres Trägers ist: „Vertrauen in die Entfaltungsmöglichkeiten des Lebens“. Wie ein Baum-Sprössling lockere Erde, Wasser, Nährstoffe und Sonne braucht – und viel Platz! – so braucht ein Kind neben guten äußeren Bedingungen (eine Wohnung mit Essen und Trinken, freundliche Menschen), Liebe (das Wissen, so wie du bist, bist du uns willkommen!)  – und Raum und Zeit.

Das geben wir den Kindern im Telos®-Waldkindergarten ausreichend. Unser Motto: Vertrauen in die Entfaltung des Lebens.

Freiheit

Die Kinder erleben im Wald größtmögliche Freiheit. Freiheit zur Entfaltung: Ihrer Sinne, ihrer Kompetenzen (bauen, konstruieren, eigene Lösungen finden), ihrer Neugierde, ihrer schöpferischen Kraft. Indem sie leben (spielen, bauen, den Wald-Alltag vorbereiten und gestalten) entwickeln sie automatisch ihre Feinmotorik, Grobmotorik, ihre Sprache, ihr Verständnis für Mengen und Größenverhältnisse und Entfernungen. Sie erleben ihre körperlichen Kräfte und spüren, wann diese nachlassen. Sie trainieren automatisch ihre Ausdauer. Sie erleben die „Widerständigkeit der Natur“ (Herbert Renz-Polster, Gerald Hüther) und sind bestrebt, Lösungen zu finden (den unangenehmen Wind kann man nicht abschalten…).

Kinder brauchen Raum und Zeit, um sich gemäß ihrem innersten unbewussten Plan entwickeln zu dürfen.

Freie Entfaltung im Freispiel

Die meiste Zeit im Waldtag ist „Freispielzeit“. Die Kinder beschäftigen sich mit Dingen ihrer Wahl.

Dabei gibt es kleine Unterschiede in der

Gruppenbildung:

– Jedes Kind macht das, was es gerne will – hierbei bilden sich spontane Kleingruppen.

– Die Gesamt-Gruppe beschließt eine gemeinsame Aktion, der sich alle widmen.

– Die Gesamt-Gruppe beschließt eine gemeinsame Aktion, die alle nach und nach, also hintereinander, tun.

Dabei gibt es kleine Unterschiede des

Ortes:

– Die Freispielzeit findet am/im Bauwagen statt.

– Die Freispielzeit findet an einer anderen Stelle statt, zu der die Gesamtgruppe läuft.

– Die Freispielzeit findet an einer anderen Stelle statt, zu der eine Kleingruppe mit Erwachsenenbegleitung läuft.

Dabei gibt es kleine Unterschiede der

Leitung:

– Die Kinder beschäftigen sich ausschließlich mit Dingen ihrer Wahl.

– Die Erwachsenen bringen bestimmte Tätigkeiten ein (z.B. notwendige Alltags-Dinge, wie den Waldplatz säubern, Brennholz auf schlichten) die erledigt werden müssen – oder bestimmte länger andauernde Aktionen (Schnitzprojekte u.ä.)

– Einzelne Kinder übernehmen die (bei Bedarf von Erwachsenen begleitete) Leitung von Kleingruppen.

Alle drei Kategorien werden immer wieder gemischt.

Entfaltung für Kinder – was Kinder lernen

Kinder lernen am liebsten das, worauf sie gerade neugierig sind, das, was sie interessiert. Natur bietet für Kinder unzählige Möglichkeiten, neugierig zu sein, weil sie nicht starr ist, sondern sich in stetiger Entwicklung, Entfaltung… und Zusammenziehung befindet. Eine Blume, die am einen Tag studiert wird, sieht am nächsten Tag schon anders aus. Bei anderen Dingen bedarf es eines längeren Beobachtungs-Atems (sich zersetzendes Holz). Der Begriff „Zeit“ und „Veränderung“ macht Lust auf mehr.

Natur bietet die Möglichkeit,

  • Mengen und Entfernungen ganz „natürlich“ zu erleben – und ist damit eine Vorübung für das spätere Zählen und Rechnen
  • Mit feinmotorischem Geschick Naturmaterial ins Spiel einzuarbeiten – und ist damit die Vorübung für das spätere Schreiben.
  • Sich über Ideen, Fantasien und Pläne auszutauschen – und bietet damit die Möglichkeit, die eigene Sprache zu entfalten.
  • Gemeinsam den Tag zu gestalten, eigene Ideen in die Gruppe einzubringen und sachlich und standhaft zu verteidigen – und bietet damit die Möglichkeit, das soziale Miteinander auszuprobieren und zu stärken.
  • Werden, Sein, Leben, Vergehen und Sterben zu beobachten – und bietet damit die Möglichkeit, ethische und religiöse Themen gemeinsam und hautnah zu erleben.

Diese und viele weitere Beispiele zeigen auf, dass die Kinder im Waldkindergarten sämtliche Bereiche des Bayerischen Bildungsplanes ganz natürlich erleben und entfalten.

Naturvielfalt – Umwelt erleben und schützen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der „Bildung zur nachhaltigen Entwicklung“. Im Telos®-Waldkindergarten werden kaum neuwertige Spielsachen angeschafft: Gemeinsam mit den Kindern wird überlegt, was gebraucht wird und wie die Gemeinschaft dieses erhalten kann.

Gemäß unserem Schwerpunkt „Mutter Erde ist schützenswert“ legen wir hier Wert darauf, auf Plastik so weit wie möglich zu verzichten, Ressourcen zu erhalten und – wo möglich – Zero-Waste zu leben. Durch das Vorleben der Erwachsenen finden die Kinder hier einen ganz natürlichen Zugang dazu.

Wert legen wir darauf, für und mit den Kindern hochwertiges Werkzeug (Spaten etc.) zu beschaffen. Dies hält länger und funktioniert besser und schont somit sämtliche Ressourcen.

Sicherheit

Kinder brauchen einen Rahmen, der ihnen zum einen Sicherheit und Schutz gibt. Und an dem sie sich zum anderen „reiben“ können, ihre wachsenden Fähigkeiten trainieren können (zum Beispiel argumentativ gegen zu eng empfundene Regeln angehen).

So gibt es im Waldkindergarten ein paar wenige Regeln, die die Erwachsenen festgelegt haben. Die meisten Regeln werden jedoch gemeinsam erarbeitet – weil die Kinder und begleitenden Erwachsenen im Alltag erleben, dass ein Regel-Rahmen eine Hilfe für den gemeinsamen Alltag sein kann. Indem Kinder wie Erwachsene sich in die Mitmenschen einfühlen, spüren sie, wie es diesen geht, wenn die neue Regel eingehalten wird oder nicht. Insofern ist es weder nötig, durch Abstimmung die Bedürfnisse der Minderheit eventuell zu vernachlässigen (was diese möglicherweise dazu veranlasst, die Regel zu boykottieren), noch nötig Kompromisse zu finden (sich in der Mitte zu treffen). Die neue Regel wird gemeinsam so formuliert, dass sie für alle (alle Kinder, alle Erwachsene, alle Mitgeschöpfe, sichtbar wie unsichtbar) gut ist. Dies übt alle Beteiligten darin, mit dem Herzen des anderen (jedes anderen!) zu fühlen.

Schutz an Leib und Leben

Der Schutz an Leib und Leben hat Vorrang vor allem. So gibt es wenige allgemein und immer gültige Regeln, an denen nicht gerüttelt wird. In Hör- und Sichtweite sein. Von der Straße wegbleiben. Der Ansage der Erwachsenen absolut folgen, wenn es um unübersehbares (neues) Naturgelände geht, wo die Gefahr an Leib und Leben noch nicht abschätzbar ist.

Kinder folgen diesen Anweisungen selbstverständlich, da sie die Erfahrung machen, dass sie sonst immer in den Entscheidungsprozess eingebunden sind.

Eventuelles Nicht-Befolgen hat immer seine Gründe und weist auf eine Notlage hin (im Kind, im System, …) die gemeinsam gefunden werden muss. Um Leib und Leben zu schützen, würden in diesem Fall strikte Maßnahmen greifen. Wobei es auch in diesem Fall immer darum geht, das Kind, das die Grenze überschritten hat, bewusst mit einzubeziehen, um Lösungen zu finden.

Im Notfall kann der Rettungsdienst bis zur Waldstelle fahren. Der nächste Rettungspunkt ist direkt unterhalb des Waldgeländes an der Abfahrt der Ortsverbindungsstraße und hat die Nummer LL-1015.

Kinder- und Waldregeln

Dies sind unsere momentanen Waldregeln:

  • Was wächst, bleibt dran (außer Gras)!
  • Hände waschen vor dem Brotzeiten!
  • Brotzeitreste müssen wieder in die Brotzeitbox – alle Krümel auflesen!
  • Füttern verboten!
  • Streicheln verboten!
  • Tote Tiere nur mit den Augen betrachten!
  • Die Schafe von der nahen Schafweide nur nach gemeinsamer Absprache mit dem Besitzer streicheln.
  • Vom Schafgatter weg bleiben – Ruhe für die Schafe! – auch beim Abholen (insbesondere Hunde fern halten).

Ermutigung

Unser „Bild vom Kind“, die Art und Weise, wie wir mit der speziellen Haltung der Telos®-Entfaltungs-Haltung die Kinder in ihrem Wachsen begleiten und unterstützen, ersehen Sie bitte der jeweils aktuellsten Fortschreibung unseres Konzeptes des Telos®-Kinderhauses.

Altersmischung und Gleichwertigkeit

Im Telos®-Waldkindergarten sind bis zu 18 Kinder im Alter von 3 bis 6 (7) Jahren gemeinsam in einer Gruppe zusammengefasst. Jedes dieser Kinder einschließlich der begleitenden Erwachsenen wird als „sich vollkommen entwickelnder Mensch“ betrachtet. Fähigkeiten, die ein Mensch (noch) nicht kann, werden als etwas wahrgenommen, was sich noch in der Entfaltung befindet. Schwächen und Andersartigkeiten begegnen dann alle mit Einfühlungsvermögen und dem Bestreben, gemeinsam zu „locken“, damit dieser Mensch sich in seinem Tempo, in seinen Themen weiter entwickelt. Dies geschieht in gleichwertiger Atmosphäre. Einige Menschen – nämlich die älteren = die Erwachsenen – haben mehr Lebenserfahrung. Diese bringen sie in die Entscheidungsprozesse ein. Jüngere Menschen = die Kinder, leben (meist noch) ihre Intuition. Diese bringen sie in die Entscheidungsprozesse ein.

Vorschule

Die gesamte Pädagogik in der Telos®-Entfaltungs-Haltung führt dazu, dass die Kinder selbständige, selbstbewusste, optimistische, verantwortliche und sozialkompetente Menschen werden. Dies wird nicht erst im letzten Kindergartenjahr begonnen, erfährt aber hier noch einmal eine Steigerung.

Bestimmte Rechte und Pflichten zeichnen das Vorschuljahr aus:

  • Mindestens 6 – 7  „Vorschultage“ im Laufe des Jahres mit bestimmtem Förderprogramm, die im Wechsel von unseren pädagogischen Mitarbeiter*innen (der Wald- und der Hausgruppe) durchgeführt werden. Dazu treffen sich die Vorschulkinder der Waldgruppe mit den Vorschulkindern der Haus-Gruppe. Dies kann im Wechsel im Haus und im Wald stattfinden.
  • Waldzeit „alleine“ (immer mehrere Vorschul-Kinder, nur in bestimmten einsehbaren Waldbereichen!) in der Freispielzeit nach Belieben und Absprache mit einem Erwachsenen,

Ein guter Kontakt zur Uttinger Grundschule (Besuche einzelner Klassen) und dem Uttinger „Haus für Kinder“ unter Katholischer Trägerschaft (gegenseitige Besuche) wird gepflegt, mit dem Ziel, den Vorschulkindern das spätere Ankommen in der Schule zu erleichtern. Diese Aktionen werden ebenfalls gemeinsam mit den Telos®-Haus-Vorschulkindern durchgeführt.

Eingewöhnung

Sind die Wurzeln gut im Boden geerdet, wächst die Pflanze stark und biegsam!

Je nach Kind (Alter, Vorerfahrung, Temperament,…) planen wir  für die Eingewöhnung ca. einen Monat Zeit oder auch mehr ein. Wie lange die Eingewöhnung dauert, kann man nicht allgemein sagen – wir wollen gerne jedes Kind mit seinen Bezugspersonen individuell begleiten! Deshalb sind tägliche Absprachen zwischen Eltern und Telos®-Bezugsperson bezüglich der Eingewöhnung von großer Wichtigkeit! 

Pädagogische Aufnahmegespräche im Wald

Wir berücksichtigen bei der Eingewöhnung die pädagogischen Empfehlungen der Telos®-Ermutigungspädagogik aus der Individualpsychologie und der Bindungstheorie nach John Bowlby: Das neue Kind sucht sich seine Bezugsperson vom Team selber aus. Kind und begleitenden Eltern wird viel Zeit gelassen, den neuen Raum (Bauwagen), den neuen Waldplatz, seine Spielsachen, die anderen Kinder und das Personal in Ruhe kennen- und „lieben“-zu lernen. Sobald das Kind Sicherheit gefunden hat, kann sich der begleitende Elternteil verabschieden. Wir begleiten dabei das neue Kind und seine Eltern im Sinne der Ermutigung behutsam und sehr einfühlsam. Entscheidend dafür ist die atmosphärische Ermutigung: andere Kinder, Telos®-Erwachsene und alle anderen Personen, die ein und ausgehen, strahlen eine annehmende, stärkende Wohlfühl-Atmosphäre aus.

Es kann vorkommen, dass die Eingewöhnungszeit schon gut gelungen ist und nach einiger Zeit wieder (einfach so, nach einer Krankheit, nach einem Kurzurlaub,…) ein „Durchhänger“ kommt. Wir nennen dies die „Drei-Wochen-Krise“. Vielleicht meint das Kind „Nun kenne ich alles, ich weiß, wie und was  hier im Kinderhaus abläuft. Nun möchte ich wissen, was zu Hause jetzt los ist!“ Gespräche zwischen Eltern, Pädagog*innen und Kind, Geduld und liebevolles Verständnis, erneutes (verkürztes) Eingewöhnungsritual helfen weiter.

Kinder, die bereits das Telos®-Kinderhaus besucht haben und in den Telos®-Waldkindergarten wechseln, werden bei der Eingewöhnung vorbereitend unterstützt, indem einige Waldtage der Haus-Gruppe im Sommer im Gelände des Telos®-Wald-Kindergartens stattfinden.

Mehr zur Eingewöhnung bei „Die Krippenkinder“ im Konzept des Telos®-Kinderhauses.

Pädagogische Aufnahmegespräche im Wald… eine Schnecke ist auch dabei!

Strukturelles

Tagesablauf

Kinder, die in der Stunde ab 8.00 kommen, werden von den Eltern direkt zum Bauwagen gebracht. Hier können sie in Ruhe ankommen, gegebenenfalls im oder am Bauwagen frühstücken, Bilderbücher anschauen, malen, auf dem Gelände spielen, toben und werkeln.

Um 9.00 kommen weitere Kinder dazu. Diese werden von einer Pädagog*in (evtl. mit Unterstützung von ein paar 8.00 Uhr-Kindern) direkt am Parkplatz abgeholt. Für sogenannte „Tür- und Angelgespräche, bzw. Baumstamm-Gespräche“ ist hier kaum Zeit – nur das Allernötigste kann mitgeteilt werden.

Die Kinder laufen nun den kurzen Fußweg gemeinsam zum Bauwagen.

In der „Telos-Wald-Blume“ sitzen alle Kinder und Erwachsenen nun zusammen, begrüßen sich und die Wesen des Waldes und planen den Tag. Dabei besteht die Möglichkeit, sich den ganzen Tag lang im und am Bauwagen aufzuhalten, oder einen Spaziergang in die Gegend zu unternehmen.

Mögliche Projekte:

Freies Spiel den ganzen Tag lang, den Bauwagen fegen, das Gelände von Totholz befreien, schnitzen, nähen, Wolle spinnen und filzen, Naturfarbe herstellen, Tipis bauen, eine Bank bauen, Suppe oder Tee kochen, Salat im Topf säen und vieles mehr.

Oder: Neue Gegenden erforschen, am Bach spielen, auf Bäume klettern, Kastanien sammeln und vieles mehr.

Oder: Gezielt schon bekanntes Gelände aufsuchen und dort den Tag verbringen.

Die Zeit zwischen ca. 9.30 Uhr und 13.00 dient dem Freispiel, teilweise geführt anhand der gemeinsam geplanten Projekte (die auch täglich wechseln können) oder anhand der von Kindern oder Erwachsenen eingebrachten Impulse, und immer begleitet (= sichernd beobachtet) von den Erwachsenen. Innerhalb dieser Zeit findet auch eine (gemeinsame? Die Gruppe wird dies entscheiden!) Brotzeit statt.

Um 13.00 Uhr ist Abholzeit am Parkplatz – die 13.00 Uhr Kinder werden von einer Pädagog*in dorthin begleitet.

Die 14.00 Kinder verbringen die letzte Stunde des Waldtages am oder im Bauwagen. Hier können sie ihre selbst mitgebrachte Mahlzeit verzehren, ruhen, stillen Beschäftigungen nachgehen, den Waldtag ausklingen lassen.

Um 14.00 werden sie direkt am Bauwagen von den Eltern abgeholt.

Wald-Ausrüstung

Die Kinder werden gebeten, je nach Wetter täglich folgendes mitzubringen:

  • Feste (wasserfeste), warme Schuhe
  • Lange Hose und T-Shirt
  • Pullover
  • Regen- und schneefeste Jacke
  • Schneehose
  • Rucksack (gut tragbar!) mit (warmem) Getränk und ausreichend (warmer) Brotzeit – dazu Löffel, Gabel und Messer (wenn nötig)
  • Mückenschutz
  • Sonnen-Creme
  • Sonnen-Hut
  • Jahreszeitangepasste Ersatzkleidung (im Bauwagen lagernd)
  • Gummistiefel (evtl. im Bauwagen lagernd)

Es empfiehlt sich, dass die Kinder auch im Sommer lange Kleidung tragen, die die Arme und Beine bedecken (Sonnen- und Zeckenschutz).

Am Anfang der Wald-Kita-Zeit mitbringen:

  1. Alte Schuhschachtel (oder ähnliches) für Schätze des Kindes
  2. Malmappe Din A3)
  3. 1 Scheit Brennholz für die Außen-Feuerstelle (Feuerkorb)
  4. 1 Box Papiertaschentücher

Schlechtwetter-Konzept

Bei „normalem“ regnerischem Wetter, ebenfalls bei kaltem Wetter ist die Waldgruppe im Wald, wechselweise im Waldwagen zum Aufwärmen.

Bei Wetter, das einen ungefährlichen Aufenthalt im Wald nicht zulässt (Sturm, Schneebruch, Eiseskälte etc.) wird die Ausweich-Unterkunft benutzt:

  1. Ab September bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Anbau im Telos-Kinderhaus fertiggestellt ist und der Mehrzweckraum wieder frei ist – es werden bis zu drei Familie ersucht, ein paar Kinder einschließlich einer der festen pädagogischen Mitarbeiter*innen von 8.00 bis 14.00, bzw. kürzer bei sich aufzunehmen. Wer an diesen Tagen nicht zwingend in die Kita muss, wird gebeten, zu Hause zu bleiben.
  2. Ab dem Zeitpunkt, ab dem der Mehrzweckraum im Telos-Kinderhaus wieder frei ist (Bezug des Anbaus der altersgemischten Gruppe) dient der Mehrzweckraum als Not-Unterkunft.
  3. Ab dem Zeitpunkt (ca. Ende 2022) in dem das Gemeindehaus der Gemeinde Utting im Schmucker-Gelände bezugsfertig ist, dient einer der Räume als Not-Unterkunft.

Die Eltern werden von der Gruppen-Leitung der Waldgruppe über E-Mail oder telefonisch (oder wahlweise über eine online-Plattform) informiert, wenn der Aufenthalt im Wald nicht möglich ist.

Wertschätzende Beobachtung und Dokumentation

Wenn Kinder etwas selbständig durchdenken, planen, organisieren und letztendlich bewerkstelligen, durchdringt sie das nicht nur im Kopf, sondern auch auf der Gefühlsebene. Damit die Kinder unterstützt werden, einen Prozess abzuschließen, bzw. nachklingen zu lassen, fotografieren wir viele Aktionen. Diese Fotos, gemischt mit Gemälden der Kinder, werden in speziellen Ordnern im Bauwagen auf Kinderhöhe zur Ansicht ausgestellt.

Jedes Kind hat ein eigenes „Buch des Kindes“. Für das ist es selber verantwortlich, dieses darf nur anschauen, wer das Kind um Erlaubnis gebeten hat. (Das gilt auch für die Eltern.) Hier werden „Entfaltungs-Briefe“, besondere Gemälde (die das Kind möchte), Fotos aus dem Wald-Alltag und Basteleien aufbewahrt.

In den Mal- und Bastelmappen, bzw. in den persönlichen Schatzkisten werden die Bilder bzw. drei-dimensionalen Werke bis zum Ende des Jahres aufbewahrt, die nicht gleich den Weg nach Hause gefunden haben.

Sowohl für die Eltern, für uns Erzieher*innen selber, als auch für den Austausch mit einer weiteren Einrichtung, in die das Kind wechselt (andere Kita, Schule…) ist eine lückenlose Beobachtung unabdingbar. Eventuelle Entwicklungsdefizite werden dadurch ebenso aufgedeckt, wie – im Sinne der Telos®-Entfaltungs-Haltung – vor allen Dingen positive Qualitäten und Fertigkeiten, die das Kind in seiner Individualität auszeichnen und mit Hilfe derer eine individuelle Stärkung des Selbstwertgefühls leicht möglich ist.

  • Buch des Kindes/Portfolio
  • Ermutigungsbogen von Ulrich Pfaffinger, Mut-Institut
  • Mal- und Bastelmappen
  • Beobachtung nach Perik und Seldak
  • Beobachtung nach Sismik

Teilhabe und Chancengleichheit in der Bildungsinstitution

Entsprechend dem Fachbegriff der „Gleichwertigkeit“ und der „Ermutigung“ leben wir Teilhabe und Chancengleichheit sowohl im Alltag als auch in besonderen Themen-Schwerpunkten.

Vorkurs Deutsch

Die sprachliche Bildung und Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund und von Kinder, bei denen zumindest ein Elternteil nicht-deutschsprachiger Herkunft ist und die nach der Sprachstandserhebung besonders förderbedürftig sind, wird in Zusammenarbeit mit der Grundschule Utting auf der Grundlage der entsprechenden inhaltlichen Vorgaben „Vorkurs Deutsch lernen vor Schulbeginn“ durchgeführt (gemäß §5 Abs. 2 Satz 2 und §5 Abs 3. Satz 2 AVBayKiBiG), wenn die Eltern zustimmen. Der Vorkurs Deutsch ist auch für deutsche Kinder offen, wenn ein Bedarf oder Wunsch besteht.

Inklusion

Wir beantragen beim Bezirk Oberbayern einen Inklusions-Platz:

Dieser ist für Kinder mit Lernschwierigkeiten, Kinder mit Schwierigkeiten beim Spracherwerb, Kinder mit motorischen Problemen (die im Wald bewältigbar sind), Kinder mit körperlichen Behinderungen (die im Wald bewältigbar sind) oder seelischen Reife-verzögerungen. Diese „behinderten oder von Behinderung bedrohten Kinder“ haben besondere Bedürfnisse, die wir in der sogenannten „Einzelintegration“ zu erfüllen versuchen: Dafür erhöhen wir unseren Personalschlüssel. Außerdem werden sie einmal in der Woche durch Veronika Seiler (Dipl. Sozialpädagogin, Familientherapeutin, Individualpsychologische Beraterin), nach dem Konzept der Telos®-Entfaltungs-Haltung speziell gefördert (Anerkennung durch die Regierung von Oberbayern). Darüber hinaus werden sie durch alle Pädagog*innen zeitweise in Kleingruppen oder einzeln gezielt und im Alltag gefördert. In regelmäßigen Teambesprechungen werden die ermutigenden Herangehensweisen für jedes einzelne Kind gefunden. Unsere Inklusionskinder nehmen im Alltag aller Telos®-Kinder teil. Für Kinder aller Altersgruppen ist es immer wieder eine Herausforderung, die Andersartigkeit von entwicklungsverzögerten oder behinderten Kindern und deren „innere Vollkommenheit“ anzuerkennen und zu akzeptieren. Dabei helfen wir ihnen!

Nach Bedarf kommen Logopäd*in, Ergotherapeut*in oder andere Fachdienste. Unser Anspruch: Im Zusammensein mit „normal“ entwickelten Kindern erfahren die Inklusionskinder einen positiven Anreiz zur Entwicklung. Andererseits erfahren alle Menschen, die im Telos®-Waldkindergarten zusammenkommen, dass jeder Mensch so, wie er ist, willkommen und „gut genug“ (Theo Schoenaker) ist. Dies zu leben und zu vermitteln ist Aufgabe der Pädagog*innen des Telos®-Waldkindergartens. Inklusion bedeutet die Vielfalt des Andersseins zu erkennen und zu schätzen.

Familien in Armutslagen

 Unterstützung durch JA: Familien in Armutslagen können vom Jugendamt eine finanzielle Unterstützung für den Kita-Beitrag beantragen – Antragsformulare bekommen Sie vom Team!

Geschwister-Ermäßigung:2. Geschwister, die gleichzeitig das Telos® -Kinderhaus oder den Telos® -Waldkindergarten besuchen, zahlen minus € 20,-, dritte Geschwister minus € 30,- vom errechneten Monats-Beitrag.

KinderbüchereiKinder können (nach Absprache) im Team Bilderbücher für ein paar Tage kostenlos ausleihen. Dazu stehen neben den Büchern aus dem Wald-Wagen auch die Bücher des Telos®-Kinderhauses zur Verfügung.

Eine Elternbücherei mit einer kleinen Auswahl an Ermutigungspädagogik-Fachbüchern und Elternratgebern steht ebenso in der Elternbücherei im Haus bereit: Eltern melden sich bitte beim Haus-Team für die Ausleihe.

Schließzeiten

Es gibt maximal 30 Schließtage pro Jahr, die in den bayerischen Schulferien liegen. Dazu kommen maximal 5 Fortbildungstage pro Jahr.

Unser Schutzauftrag

Um den Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII nach dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetztes sicherzustellen, hat der Landkreis Landsberg (Jugendamt) mit der Telos®-Gesellschaft eine Vereinbarung getroffen: Dabei geht es darum, die uns anvertrauten Kinder davor zu bewahren, „dass sie in ihrer Entwicklung durch den Missbrauch elterlicher Rechte oder eine Vernachlässigung Schaden erleiden. Kinder und Jugendliche sind vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen.“ Die getroffene Vereinbarung regelt die konkreten Handlungsschritte in einem solchen Falle in allen Einzelheiten.  Alle Telos®-Mitarbeiter*innen werden in regelmäßigen Abständen darin unterwiesen, welche Verpflichtungen damit verbunden sind – also: kritische Situationen achtsam im Auge zu behalten, einzelne Fakten einer möglichen Kindeswohlgefährdung zu beobachten und zu dokumentieren, eine „insoweit erfahrende Fachkraft“  an der Einschätzung des Gefährdungsrisikos zu beteiligen, die Personensorge-/Erziehungsberechtigten mit einzubeziehen, das Kind mit einzubeziehen, den Datenschutz zu wahren und so fort.

Anmeldung

Das Kinderhausjahr beginnt jeweils im September.

Im Regelfall werden die Kinder ab September angemeldet.

In Ausnahmefällen kann der Beginn für einige Monate verschoben werden, bis das Kind das Aufnahmealter (3 Jahr) erreicht hat.

Sollten während des Jahres noch Plätze frei sein, ist die Aufnahme im laufenden Jahr möglich.

Wir nehmen im Telos®-Waldkindergarten die im Gemeindegebiet Utting wohnhaften Kinder ohne Rücksicht auf ihre Nationalität, Konfession, soziale Herkunft und sonstige persönliche Eigenschaften auf, soweit und solange die anerkannte Platzzahl reicht.

Kinder

Aufgenommen werden Kinder, die im September eines Jahres mindestens drei Jahre alt werden oder sind bis zum Schuleintritt.

Kinder lieben von sich aus die Natur. Nach und nach bildet sie auch die entsprechende Widerstandsfähigkeit aus: Regulation ihres Wärmehaushaltes (auch bei feuchtkalter Witterung) und das entsprechende Körpertraining, indem sie sich nahezu dauerhaft bewegend spielen und spazieren-gehen. Trotz allem sollten die Kinder schon von zu Hause einigermaßen an langes Spielen im Freien gewöhnt sein.

Kriterien, nach denen wir unsere Plätze vergeben

Kriterien, nach denen wir unsere Plätze vergeben, sind in absteigender Reihenfolge…

  • Kinder, die am Ende der Telos®-Krippenzeit in die Telos®-Waldkinder-gartengruppe wechseln wollen.
  • besondere familiäre Notlage (Behinderung oder von Behinderung bedroht, alleinerziehend, beide Elternteile berufstätig, …)
  • Geschwisterkinder
  • Wohnhaft in Utting-Holzhausen bzw. am südlichen Ortsrand von Utting
  • Besondere langjährige Verbundenheit zum Telos®-Kinderhaus/-Waldkinder-garten
  • Reihenfolge der Anmeldung
  • Möglicherweise in manchen Jahren Kinder, die nicht aus dem Gemeindegebiet Utting sind (falls dann noch Plätze frei sind).

Die Anmeldung für das kommende Kinderhausjahr

findet statt…

…in der Regel während des Jahres bei einem persönlichen, individuellen Schnupper- und Kennlerntermin. Vorab erhalten Sie auf Nachfrage von uns einen „ersten Anmeldebogen“, in dem wir Ihre Daten erfassen.

Die endgültige Zusage mit einem folgenden persönlichen pädagogischen Aufnahmegespräch und einem organisatorischen Aufnahmegespräch, an dem wir alle wichtigen Daten Ihres Kindes erfassen und den Aufnahmevertrag gemeinsam ausfüllen, findet meist im Spätwinter statt. Davor werden die Eltern in einem verpflichtenden Elternabend über die Besonderheiten des pädagogischen Konzeptes informiert.

Was Sie bitte zum organisatorischen Aufnahmegespräch mit-bringen:

  • das gelbe U-Heft
  • den Impfnachweis  – insbesondere den Nachweis der erfolgten Masernimpfung (Ausnahmeregelungen in Einzelfällen durch ärztliches Attest möglich: Bitte fragen Sie uns gerne.)
  • Ihre Bankverbindung

Buchungsmöglichkeiten

Es müssen mindestens 21 Wochenstunden gebucht werden, welche in unterschiedlicher Länge auf mindestens vier Wochentage verteilt werden.

Kernzeit ist von 9.00 bis 13.00 Uhr.

Darüber hinaus gibt es die Früh-Buchung ab 8.00 Uhr und die Spät-Buchung bis 14.00 Uhr. Diese können an den verschiedenen Wochentagen unterschiedlich dazu gebucht werden. Die einmal gewählte Buchung liegt für einen Monat fest. Umbuchungen sind nach Absprache jeweils möglich spätestens am 20. eines Monats für den Folgemonat. Mehr als zwei Umbuchungen im Jahr sind nicht vorgesehen und nur in Ausnahmefällen möglich. Nach Absprache ist es möglich, zur Probe ein bis drei Wochen umzubuchen.

Preise, Finanzierung, Ferien

Der Telos®-Waldkindergarten finanziert sich über die Elternbeiträge und die staatlichen und gemeindlichen Zuschüsse durch das BayKiBiG.

Die gebuchte Wochenstunden-Anzahl wird durch 5 Tage geteilt. Dies ergibt die sogenannte „Buchungszeit-Kategorie“.

Dies sind die Preise ab 1. September 2021:

Monatliche Gebühren – Buchungszeitkategorien:

• 3 – 4 Stunden     € 115,- 

• 4 – 5 Stunden     € 136,-

Dieser Betrag erhält den zurzeit vom Staat gewährten Zuschuss für jedes Kita-Kind ab 3 Jahren in Höhe von € 100,-, den die Kita erhält.

Dieser Betrag wird jeden Monat in 12 Monats-Beiträgen vom Konto der Eltern eingezogen.

Die Ferien werden durchgezahlt

Dazu addiert sich pro Monat

  • der Beitrag für den Tee/Obst-/ Gemüseteller € 4,-
  • der Beitrag für das Spielgeld € 2,50
  • Das 1. Geschwisterkind, das zeitgleich das Telos®-Kinderhaus oder den Telos®-Waldkindergarten   besucht, zahlt EUR 20,00 weniger, als seine Buchungszeitgebühr,
  • das 2. Geschwister zahlt EUR 30,00 weniger.

Über Spenden freuen wir uns sehr!

Diese können Sie auf das Spenden-Konto des Telos®-Kinderhauses überweisen: Konto-Nr. 8111 882, BLZ 700 520 60 bei der Sparkasse Landsberg-Diessen.

Die Telos®-Gesellschaft ist eine gemeinnützige GmbH und somit berechtigt, Spendenquittungen – ab einer Höhe von EUR 100,00 – auszustellen.

Die Ferien

des Telos®-Kinderhauses liegen immer in den bayerischen Schulferien. Dies sind max. 35 Schließtage (= 30 Schließtage und max. 5 pädagogische Fortbildungs-/Teamtage).

Die genauen Ferientermine erfahren Sie Anfang des Kinderhausjahres im ersten Elternbrief. Außerdem sind sie im Internet zu lesen.

Eltern

Eltern im Telos®-Kinderhaus

Die Eltern werden als die „Fachleute“ ihrer Kinder angesehen, die ihr Kind am besten kennen und sich am besten in es hineinversetzen können. Sowohl bei Alltäglichkeiten als aber auch besonders bei „Schwierigkeiten“ der Kinder ist ihre Meinung, ihr Mitfühlen und Mitsuchen nach Lösungen äußerst wichtig. Die „Erziehungs- und Bildungspartnerschaft“ (Bayer. Erziehungs- und Bildungsplan) in kooperativer Zusammenarbeit stärkt den Zusammenhalt zwischen Eltern, Kindern und Telos®-Waldkindergarten-Team: Kinder fühlen und erleben, dass ihren Eltern und den „Kindergärtner*innen“ ihr Wohl ein Anliegen ist – eine ermutigende Atmosphäre auch zwischen Eltern und Erzieher*innen ist deshalb selbstverständlich (auch und gerade, wenn es sich evtl. um Themen handelt, die Eltern, Kinder und Erzieher*innen belasten).

In jeder Form der Elterngespräche stehen die Ermutigung und das Verständnis für die Eltern und Kinder im Vordergrund.

Zweimal im Jahr laden wir alle Eltern gezielt zu Einzelgesprächen ein. Die Eltern werden dazu gebeten, einen Termin mit der Erzieher*in oder Kinderpfleger*in ihrer Wahl zu vereinbaren. Da alle Elterngespräche sorgfältig im Team vorbereitet werden, ist eine rechtzeitige Terminvereinbarung notwendig.

Eine besondere Möglichkeit, ermutigende Gleichwertigkeit zwischen allen Beteiligten herzustellen, ist es, zum Eltern-Mitarbeitergespräch das Kind mit einzuladen. Dies wird gerne angenommen:

  • Das Kind erfährt eine enorme Steigerung seines Selbstwertgefühles.
  • Die Eltern sehen das Kind eventuell mit neuen Augen, verstehen im Beisein der Telos®-Mitarbeiter*in das kindliche Anliegen besser und können es nachvollziehen.
  • Eine Lösung für ein eventuelles Problem kann direkt mit den „Hauptpersonen“ (Kind – Eltern – Kinderhaus) besprochen werden.

Beschwerden und Kritik können die Eltern gerne persönlich melden: Sowohl die einzelnen Teammitglieder als auch die Leitung nehmen sich dafür gerne Zeit, sofern nicht die Kinder Vorrang haben. Manchmal bietet sich Zeit für spontane „Tür- und Angel- bzw. Baumstamm-Gespräche“. Meist ist ein Termin, der extra vereinbart wird, günstiger. Ebenso können Eltern ihre Beschwerden schriftlich im kleinen Briefkasten im Telos®-Kinderhaus direkt neben der Bürotüre anonym einwerfen. Ebenfalls stehen die Eltern des Elternbeirats gerne für klärende Gespräche zur Verfügung – die Kontaktdaten werden jedes Jahr nach der Wahl des neuen Elternbeirats allen Eltern mitgeteilt.

Für alle Eltern finden regelmäßige Elternabende statt zu Themen der Pädagogik, die das Telos®-Kinderhaus-Leben allgemein betreffen, und zu spezifischen, aktuellen Themen. Gerne greifen wir Ideen der Eltern auf.

Für alle neuen Telos®-Eltern findet im Herbst des jeweiligen ersten Telos®-Kita-Jahres eine (für ein Elternteil verpflichtende) Fortbildungsreihe à 3 Abende statt, in der die Familien in die Besonderheiten der Telos®-Entfaltungs-Haltung ganz praktisch eingeführt werden.

Jedes Jahr wird ein neuer Elternbeirat gewählt, und zwar gemeinsam für das Telos®-Kinderhaus Utting als auch den Telos®-Waldkindergarten. Dieser besteht aus ca. 10 Personen, wobei aus jeder Hausgruppe (Krippe, Kindergarten, altersgemischte Gruppe) und der Waldgruppe (Waldkindergarten) jeweils zwei bis drei Eltern zugehören. Diese aktiven Eltern unterstützen das Telos®-Team sowohl in praktischen Dingen wie Feste-Organisieren, Handwerksdienste und ähnliche Aufgaben-übernehmen, als auch Beraten und Begleiten in Sachen Organisation, Finanzen und Planung und Erweiterung des Konzeptes. Des Weiteren sind die Eltern des Elternbeirates ein Bindeglied zwischen Eltern und Team und dienen bei eventuellen Unstimmigkeiten auch als Vermittler.

Ebenso gehören die weiteren in Art. 14 BayKiBig genannten Punkte (Beratung und Unterstützung) zu den Aufgaben des Elternbeirats.

Der gemeinsame Austausch zwischen den Eltern und Familien ist gewünscht und beabsichtigt. Je nach Witterung und örtlichen Gegebenheiten ist angedacht, ca. alle drei Wochen ein Wald-Eltern-Kaffee zu gestalten: In der Nähe des Waldwagens wird es die Möglichkeit für die Eltern geben, bei Kaffee/Tee aus Thermoskannen, zu verweilen, den Kindern beim Spielen zuzusehen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ebenso sind thematische Elternkaffees (mit pädagogischem Input) vorgesehen. Eine offene Gemeinschaft bereichert die gesamte Gemeinde Utting. Außerdem erfährt das Kindergartenkind dadurch eine Aufwertung seines Selbstwertgefühls, weil es spürt, dass „sein Arbeitsbereich“ von den Eltern wertgeschätzt wird.

Möglicherweise finden das Eltern-Kaffee im Haus und das Wald-Eltern-Kaffee gemeinsam im Wechsel statt – wir sind neugierig, wie Eltern, Team und Kinder darüber denken und entscheiden.

Organisatorische Regeln zwischen Eltern und Kita

Eine Gemeinschaft braucht Regeln, die das Zusammenleben erleichtern, jedem einzelnen sagen, was geht und was nicht geht.

  1. Abwesenheit bei Krankheit oder aus anderen Gründen melden die Eltern umgehend. Dies gilt insbesondere für ansteckende Krankheiten, die wir anonym dem Gesundheitsamt melden müssen. Alle Eltern erhalten bei der Aufnahme ein diesbezügliches Informationsblatt vom Gesundheitsamt.
  2. Wenn im Wald-Kindergarten eine ansteckende Krankheiten ausgebrochen ist, informieren wir Sie darüber so bald als möglich über E-Mail.
  3. Nahezu jeden Freitag informieren wir Sie in der „Freitags-Mail“ über die weiteren Planungen – außerdem lesen Sie hier pädagogische Anregungen aus der Telos®-Entfaltungs-Haltung.
  4. Die Eltern bringen ihr Kind am Beginn des Kinderhaustages bis zum Waldwagen (8.00-Kinder) bzw. bis zum vereinbarten Platz neben dem Parkplatz (9.00-Kinder), und stellen kurzen Kontakt zur anwesenden pädagogischen Kraft her.
  5. Die Eltern teilen der pädagogischen Kraft kurz eventuelle Besonderheiten des Kindes am Beginn des Tages mit: z.B. Kind hat sehr schlecht geschlafen; mögliche Krankheit im Anzug; Sterbefall in der Familie, …
  6. Die Eltern sollen ihrem Kind eine ausreichende, gesunde Brotzeit mitgeben in einer wieder verschließbaren Dose (auch Joghurt), die mit Namen versehen ist. Ebenso ein gesundes Getränk (ungesüßter Tee, Wasser) in einer wiederverschließbaren Flasche (Name!). Je nach Jahreszeit sind warme Getränke und Brotzeit im Thermo-Behälter angebracht.
  7. Die Eltern werden gebeten, ihrem Kind keine Süßigkeiten oder Kaugummis mit in den Wald-Kindergarten zu geben.
  8. Werkzeug oder Spielmaterial, das das Kind von zu Hause mitbringt, muss morgens der Pädagog*in gezeigt werden und der weitere Umgang damit besprochen werden.
  9. Wir hoffen, keinen Fundsachen-Korb zu brauchen.
  10. Die Eltern werden gebeten, alle mitgebrachten Teile ihres Kindes mit Namen zu kennzeichnen.
  11. Jedes Kind muss zweckmäßig für kreatives Spiel, Bewegen, Basteln und Regenwetter gekleidet sein. Bitte beachten Sie die Kleidungs-Empfehlungen.
  12. Die Autos zum Bringen und Abholen der Kinder bitte korrekt am Parkplatz (nicht am Straßenrand) abstellen.
  13. Alle neuen Eltern erhalten mit dem Vertrag Anregung zur Gestaltung eines Familienlebens mit möglichst wenig Plastik, Abfall und CO2. Bitte bilden Sie – nach der Eingewöhnungszeit – dringend Fahrgemeinschaften! Bitte teilen Sie uns schriftlich mit, mit wem Ihr Kind mitgehen darf (sonst dürfen wir es nicht mitgeben).
  14. Die umliegenden Landwirt*innen bitten um Ihre Mithilfe: Vermeiden Sie unbedingt, beim Ausweichen von anderen Fahrzeugen die Wiesenflächen zu befahren! Außerdem haben landwirtschaftliche Fahrzeuge Vorrang – bitte fahren Sie deshalb mit Weitblick und achten Sie auf die vorhandenen Ausweichstellen.
  15. Wir laden die Eltern herzlich ein, innerhalb der verschiedenen Kommunikations-Wege innerhalb der Elternschaft „üble Nachrede“ zu vermeiden und allgemein achtsam zu kommunizieren.

Qualitätssicherung

Einmal im Jahr führen wir eine Elternbefragung in Form eines Fragebogens durch, um Anregungen, Kritik und Wünsche der Eltern zu den Themen Öffnungszeiten, Umsetzung des pädagogischen Konzeptes, Förderung des Kinder, Mittagessen und vieles mehr zu erfahren. Aufgrund dieser Ergebnisse schreiben wir unser Konzept fort.

 Telos®-Entfaltungs-Haltung – Telos®-Ermutigungs-Pädagog*innen

Im Sinne der Individualpsychologie ist es uns ein Anliegen, die uns anvertrauten Kinder so anzunehmen, wie sie sind, sie in ihrem individuellen So-Sein zu unterstützen, anzuerkennen und wertzuschätzen, und sie im Sinne der Ermutigung achtsam zu fördern.

Um dieser besonderen Aufgabe gerecht zu werden, ist uns ein behutsamer und ermutigender Umgang mit uns selbst äußerst wichtig: Auch wir selbst nehmen uns so an, wie wir sind – jederzeit mit unseren Stärken und Schwächen! Wir achten auf unsere Kräfte und Ressourcen und sind bedacht, unsere „Akkus“ zur rechten Zeit wieder aufzuladen. Wir lernen, „üble Nachrede“ zu vermeiden. Nicht jeden Wunsch von Eltern können und wollen wir erfüllen…

Wir lieben unseren Beruf und viele von uns sehen ihn als Berufung!

Ein offenes Ohr und Herz

… für Ihre Wünsche und Anliegen ist für uns selbstverständlich. Melden Sie sich, kommen Sie mit uns ins Gespräch – wir freuen uns auf Sie!

In Bewegung

Die Telos®-Entfaltungs-Haltung ist ständig in Bewegung. Unser Ziel (= Telos): Neugierig die Welt erforschen, Unbewusstes aufdecken, Raum zur Entfaltung für jeden Menschen zulassen und jedes Wesen dazu zu befähigen.

Verfasst von Veronika Seiler

Teilweise wurden Kapitel aus dem Konzept des Telos®-Kinderhaus verwendet.

 

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