staatlich anerkannte Krippe und Kindergarten

Regeln und Grenzen in der Ermutigungspädagogik

Regeln und Grenzen Teil 1:

Ermutigender Umgang mit Kindern braucht Regeln und Grenzen.
In der Individualpsychologie werden Regeln und Grenzen, die das gemeinsame Zusammenleben einer Gruppe/Familie/Klasse/Kindergartengruppe/Krippengruppe/uvm. erleichtern, gemeinsam festgelegt. Das heißt, dass auch – und vor allem – die Kinder in den Prozess des Regelfindens miteinbezogen sind. Jedes Gruppenmitglied kann, wenn es die Notwendigkeit dazu sieht, das Bedürfnis äußern, dass zu einem bestimmten Lebensbereich eine (neue) Regel erarbeitet werden soll.
Dies hat für die Erwachsenen den großen Vorteil, dass die Kinder/Jugendlichen die Notwendigkeit des Einhaltens der Grenzen selber sehen und auf die Einhaltung (besser) achten.

Es gibt Situationen, in denen ein Kind ebenso wie ein Erwachsener aus bestimmten Gründen die vereinbarten Regeln nicht einhält. Manchmal handelt es sich dann um einen “Hilferuf nach Beachtung” auf Grund von “Entmutigung”. Dies bedarf der “Ermutigung”…
Manchmal sind es einfach auch körperliche oder seelische Ursachen, die eben gerade heute dazu führen, dass das Kind etwas anders machen möchte, als es die allgemein vereinbarte Regel besagt.
Muß ich als Erwachsener (z.B. Erzieherin, Lehrerin, Vater/Mutter, …) darauf achten, dass die Regel eingehalten wird? Kann ich erwarten, dass die Gruppe auf die Einhaltung der Regel achtet? Kann ich dem jeweiligen Kind zutrauen, dass es spürt, was in diesem Moment für sich selber und für die anderen gut ist?
Im Sinne der Ermutigung darf und soll ich einem Kind zugestehen, dass es mit seinem Herzen fühlt, was es braucht und was der Gemeinschaft zuträglich ist. Vielleicht muß ich mir dazu etwas Zeit nehmen, mit ihm Vor- und Nachteile oder die möglichen Re-Aktionen auf sein Regel-Brechen erarbeiten und vor Augen führen. Vielleicht muß ich den anderen Kinder erklären, warum es heute anders läuft und deren Herzen öffnen, damit sie die Notwendigkeit des einen Kindes spüren.
Ermutigung heißt: Gemeinsam erarbeitete Regeln und Grenzen leben, mit dem Herzen spüren, was die jeweilige Situation und Person braucht – und vertrauen, dass alle Kinder zum Wohle der Gemeinschaft beitragen wollen!

Regeln und Grenzen Teil 2:

  • Regeln und Grenzen: Sobald „Gefahr an Leib und Leben“ besteht – HALT!
  • Wenn Regeln für ein sich entfaltenden Kind zu eng werden – stösst es dagegen (Trotz! Machtkampf!)
  • Regel- und Grenz-Rahmen dürfen wachsen: Dafür sind die Eltern/Pädagog*innen verantwortlich.
  • Tun wir doch mal so, als ob das Kind 2,3 Jahre älter ist… was könnte es dann schon? Was dürfte es dann schon? Warum nicht schon heute?
  • Mehr dazu in: Die Trotzphase gibt es nicht

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